14.12.2009 - Geo-Stick für den Seminarkurs Geographie
Mein Ansatz über die digitale Schultasche "Geo-Stick" hilft in vielen Fällen bei der Behebung der enormen Zeitprobleme im G8. Wann sollen Schüler der Seminarkurse außerschulische Arbeit leisten? Wann sollen sie im Kursverband tätig sein? Unterricht darf doch nicht ausfallen.

Außerschulische Lernorte wie Schullabore, Schülerforschungszentren oder Geowerkstatt müssten am Wochenende ihre Angebote machen, nur dann gibt es freie Zeitfenster. Das macht weder für ASLOs, noch für die Lehrer, noch für die Schüler Sinn!
Die digitale Schultasche auf dem USB-Stick könnte diese Probleme nicht nur im Fach Geographie weitgehend ausgleichen.
Durch die offene Projektstruktur in einem Seminarkurs im G8 brauchen die Kurse auch externe Förderer bei besonderen Inhalten, bei der Organisation von außerschulischen Begegnungen, bei der Gestaltung öffentlicher Auftritte, bei der gemeinsamen Web-Präsenz. Da könnten die außerschulischen Partner über den "Geo-Stick" in eine Förderung einsteigen.
  • Der USB-Stick enthält nur portable und lizenzfreie, d.h. kostenlose Software.
  • Der Lehrer stellt sich zu Beginn seines Kurses seine Lernumgebung durch Kopieren von Lerninhalten und Lernpfaden auf seinem vorstrukturierten Geo-Stick wunschgemäß zusammen. Der so erstellte USB-Stick wird dann auf die Schüler-USB-Sticks kopiert und als Arbeitsgrundlage für eine lange Unterrichtsperiode an die Schüler verteilt. Jeder Schüler ist dann für seinen USB-Stick selbst verantwortlich. Der persönliche Geo-Stick begleitet ihn als Portfolio bis übers Abitur hinaus. Der Schüler sammelt seine Präsentationen auf seinem Stick.
  • Beim Crowdsourcing zum Geo-Stick gestalten Lehrer und Oberstufenschüler selbst ihre Projekte nach Ablauf und Inhalt. Die Ergebnisse stehen unter CC-Lizenz allen nichtkommerziellen Nutzern zur Verfügung, so wie bei der Wikipedia. Die Lehrer helfen sich gegenseitig bei der Ausgestaltung der Seminarkurse.
  • Die Lernumgebung auf dem USB-Stick schafft den inhaltlichen Mehrwert. Über "Crowdsourcing" werden die Inhalte und vor allem die Lernpfade weiter ausgebaut und situationsgerecht angepasst.
  • Eine Einstiegsveranstaltung für einen Seminarkurs am ASLO erzeugt Motivation und Überblick für die Schülergruppe. Hierbei werden die interessierten Assistenten angeworben.
  • Die sich anschließende Ausbildung von Seminarkurs-Assistenten am ASLO lässt sich überschulisch leichter organisieren, als eine Veranstaltung für eine ganze Klasse. Im Seminarkurs sollen diese so ausgebildeten Assistenten dann Aufgaben übernehmen und den Lehrer entlasten. Die agierenden Schüler werden dadurch fit fürs Studium.
  • Ein abschließender Event am Ende der Kursphase, organisiert für mehrere Schulen, stützt die Kontinuität des Arbeitseinsatzes und hilft bei der Bewertung der eigenen Arbeit.
  • Die kleinen begleitenden Fortbildungskurse für Lehrer am ASLO erfolgen auf Abruf durch interessierte Lehrer verschiedener Schulen in deren verfügbaren Zeitfenstern. Die Funktion des ASLO als Pädagogische Lernwerkstatt für Lehrer stärkt das Community-Bewusstsein bei Lehrern und eröffnet neue Wege zur Partnerhilfe.

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